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Entnahme
Niemals mehr Fische fangen, als sinnvoll verarbeitet werden können. Niemand muß sein Fanglimit auschöpfen.
Zurücksetzen / Catch & Release
Fische, die zurückgesetzt werden sollen, sind möglichst kurz zu drillen und dann vorsichtig im Wasser vom Haken zu lösen. Dies ist am einfachsten, wenn ohne Widerhaken gefischt wird. Oftmals reicht es dabei bereits aus, beim Drill schlagartig die Rutenspitze zu senken und so die Spannung von der Schnur zu nehmen, der Fisch hakt sich dabei selbst ab. Andernfalls den Fisch heranziehen und - ohne ihn aus dem Wasser zu heben - den Haken lösen.
Da fast alle Fliegenhaken vorne im Fischmaul sitzen, kann die Fliege ohne den Fisch zu berühren entnommen werden. Muß der Fisch trotzdem angefasst werden, geschieht dies auschließlich mit nassen Händen zum Schutz der empfindlichen Schleimschicht. Andernfalls sind spätere Verpilzungen der Außenhaut die Folge. Den Fisch dabei niemals drücken, sonst entstehen innere Verletzungen. Viele Fische halten "still", wenn man sie auf den Rücken dreht. Bei heißem Wetter den Fisch nach dem Hakenlösen in die Strömung halten, bis er sicher von alleine wegschwimmt.
Ausnehmen
Gefangene Fische sind unverzüglich auszunehmen. Hierbei sollten auch die Kiemen entfernt werden. Einzige Ausnahme: den im Süßwasser gefangenen Lachsen und Meerforellen durchtrennt man mit dem Daumennagel die Haut auf der Unterseite der Kiemen und hängt die Fische mit dem Kopf nach unten zum Ausbluten auf.
Damit keine Mißverständnisse aufkommen: Lachs und Meerforelle sind in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ganzjährig geschützt, somit ist jegliche Entnahme verboten.
Transport
Nach dem Ausnehmen wickle ich die Fische in ein Stofftuch, dass bei heißer Witterung noch angefeuchtet werden kann. Hierzu eigen sich auch Hand- oder Badetücher und auch Stoff-Tragetaschen.
Für besonders große Fische empfehle ich Teile eines Bettlakens...
Räuchern
Frisch geräuchert schmecken Bach- und Regenbogenforellen am besten. Hierzu eignen sich frisch gefangene als auch eingefrorene Fische gleich gut. Wichtig ist, die Fische nach dem Salzen gleich ob trocken oder in Lake, vor dem eigentlichen Räuchern zu trocknen, da das Fleisch sonst matschig wird. Außerdem sollten beim Garvorgang kurzzeitig 100 Grad erreicht werden, um vorhandene Keime sicher abzutöten.

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